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Strategische Technologieplanung

mit Zukunfts-Szenarien
Szenarien Zukunft
Investitionsgüter zu vermarkten, steht und fällt mit dem Wohlergehen der Kunden in deren Märkten. Diese Erkenntnis jedoch in quantitative Unternehmensplanung umzusetzen ist schon deutlich schwieriger. Für den Bereich der Werkzeugmaschinen wurden exemplarisch perspektivische Szenarien über die Zukunft der Branche entwickelt. Von diesem Beispiel ausgehend, stellt dieses Buch die Methode und deren Anwendung dar, um so für das eigene Unternehmen Technologieplanung mit Hilfe der Szenario-Technik vorzunehmen.
In Kapitel 2 gehen wir der Frage nach, wie sich die Produktionsbedingungen bei Werkzeugmaschinen- Anwendern in den letzten Jahren verändert haben (z. B. hinsichtlich Variantenzahlen, Losgrößen, Genauigkeitsanforderungen, Produktlebenszyklen, etc.) und welche Anforderungen an die Fertigungstechnik von morgen sich daraus ableiten lassen.
In Kapitel 3 wird untersucht, welche Technologietrends in der Produktion die Praxis der Anlagenmodernisierung bei Werkzeugmaschinen-Anwendern heute und zukünftig prägen werden. Als Basis der Analysen dient, ebenso wie in Kapitel 2, die Erhebung „Innovationen in der Produktion 2003“ des Fraunhofer ISI bei 1.450 Betrieben aus den Kernbereichen des Verarbeitenden Gewerbes.
In Kapitel 4 wird die Entwicklung von Referenzszenarien für die Strategie- und Technologieplanung von Werkzeugmaschinen-Herstellern, fokussiert auf die beiden ausgewählten Anwendergruppen „Automobilzulieferer“ sowie „Werkzeug- und Formenbau“ beschrieben und dargestellt. Die Szenarienentwicklung wird in den Referenzprozess zur strategischen Planung und Führung eingeordnet und es wird gezeigt, wie auf Basis der Szenarien strategische Handlungsempfehlungen für die zukünftige Unternehmens- und Produktentwicklung abgeleitet werden können.
In Kapitel 5 werden die Ergebnisse einer Mini-Delphi-Umfrage bei Werkzeugmaschinen-Herstellern und -anwendern dargestellt, die helfen, die wesentlichen Einflussfaktoren der Szenarien mit belastbaren Einschätzungen zu wichtigen Zukunftsentwicklungen zu unterfüttern. Aus den sich abzeichnenden zukünftigen Entwicklungen werden Chancen und Risiken für die deutsche Werkzeugmaschinen-Industrie abgeleitet und es wird aufgezeigt, an welcher Stelle Erwartungen von Herstellern und Anwendern auseinanderbrechen und was dies für eine strategische Produktentwicklung und Unternehmensplanung bedeuten kann.
In Kapitel 6 werden die entwickelte Online-Wissensbasis sowie die vielfältigen Möglichkeiten, daraus fundierte Informationen zu wichtigen Einflussfaktoren der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit herauszufiltern (z. B. in Form sogenannter Indikatoren-Steckbriefe) detaillierter dargestellt. Im besten Sinne eines Leitfadens wird zudem Schritt für Schritt erläutert, wie die Unterstützung kleiner und mittlerer Werkzeugmaschinen-Betriebe bei einer eigenständigen Szenarienentwicklung konkret funktioniert. Dem Nutzer wird schrittweise gezeigt, wie er die entwickelte Online-Wissensbasis zur Entwicklung eigener Szenarien für eine langfristig orientierte Unternehmensplanung und Produktentwicklung nutzen kann.
In Kapitel 7 wird dargestellt, welch grundsätzlichen Vorteile sich aus einer Kombination von Szenarien und der Delphi-Methodik ergeben können, welche Möglichkeiten einer verbesserten Vorausschau dadurch unterstützt werden können, aber auch wo die Grenzen einer solchen Methodenkombination liegen.
In Kapitel 8 werden schließlich die wesentlichen Ergebnisse und Handlungsanleitungen des Projekts noch einmal kurz und anschaulich zusammengefasst und der konkrete Nutzen der entwickelten Methoden und der Online-Wissensbasis für eine verbesserte strategische Unternehmensplanung und Produktentwicklung von kleinen und mittleren Werkzeugmaschinenfirmen dargestellt.
 
Inhalt
1 Einleitung: Ausgangslage, Projektziel und Buchaufbau.
1.1 Ausgangssituation der deutschen Werkzeugmaschinen-Industrie
1.2 Ziele des Verbundvorhabens Werkzeugmaschinen-Initiative 20XX
1.3 Projektpartner, Vorgehen und Aufbau der Kapitel.
2 Veränderungen der Produktionsbedingungen bei Werkzeugmaschinen-Anwendern
2.1 Entwicklung der Variantenzahlen bei Werkzeugmaschinen-
Anwendern
2.2 Entwicklung der Größe der Fertigungslose bei Werkzeugmaschinen-Anwendern
2.3 Entwicklung der Anzahl eingesetzter Materialien bei Werkzeugmaschinen-Anwendern
2.4 Entwicklung der Produktgröße bei Werkzeugmaschinen-
Anwendern
2.5 Entwicklung der Genauigkeitsanforderungen bei Werkzeugmaschinen-Anwendern.
2.6 Produktlebenszyklen (Altersstruktur der Produkte) bei Werkzeugmaschinen-Anwendern
2.7 Fazit und Ausblick
3 Technologietrends und Praxis der Anlagenmodernisierung bei Werkzeugmaschinen-Anwendern.
3.1 Veränderung des Stellenwerts verschiedener Bearbeitungsverfahren
3.2 Vollzogene und geplante Technologiewechsel
3.3 Eigenentwicklung oder Kauf von Maschinen und Anlagen?
3.4 Zusammenspiel von Produktneuanläufen und Planung neuer Produktionsanlagen.
3.5 Planungszeitraum für Prozessinnovationen
3.6 Ressourcen für die Planung und Umsetzung von Prozessinnovationen
3.7 Fazit und Ausblick .
4 Szenarien für die deutsche Werkzeugmaschinen-Industrie
4.1 Grundlagen der Szenario-Technik .
4.2 Phasen des Szenario-Managements
4.3 Szenario-Vorbereitung
4.4 Szenariofeld-Analyse – Bestimmung der Schlüsselfaktoren für das Projekt Werkzeugmaschinen-Initiative 20XX
4.5 Szenario-Prognostik – Entwicklungen in der Branche vorausdenken.
4.6 Szenario-Bildung
4.7 Szenarien für die deutsche Werkzeugmaschinen-Industrie – Anwendergruppe Automobil- und Automobilzulieferindustrie
4.7.1 Szenario: In einem prosperierenden Umfeld sind Innovationen und Kooperationen der Schlüssel zum Erfolg.
4.7.2 Szenario: Ein konkurrenzfähiger Standort mit hoher Wettbewerbsintensität
erfordert Innovationen zu günstigen Preisen
4.7.3 Szenario: Die Zeiten sind härter geworden; nur die Starken überleben.
4.8 Szenarien für die deutsche Werkzeugmaschinen-Industrie – Anwendergruppe Werkzeug- und Formenbau
4.8.1 Szenario: In einem prosperierenden Umfeld avancieren deutsche Werkzeugmaschinen-Hersteller zum Technologieführer
4.8.2 Szenario: In der Depression herrscht extremer Kostendruck; es mangelt an qualifizierten Mitarbeitern
4.8.3 Szenario: In einem positiven Umfeld sichern Innovationen und Kooperationen den Werkzeugmaschinen-Herstellern eine gute Stellung
4.9 Bestimmung von Referenzszenarien als Grundlage für
die Erarbeitung strategischer Handlungsempfehlungen
4.10 Fazit
5 Zukünftige Herausforderungen für die deutsche Werkzeugmaschinen-Industrie – Delphi-Ergebnisse zur Unterfütterung der Szenarien mit wichtigen Zukunftseinschätzungen
5.1 Engpass: Belastbare Daten mit Langfristperspektive.
5.2 Was ist Delphi? .
5.3 Wahrscheinlichste Entwicklungen
5.4 Portfolio von Eintrittswahrscheinlichkeiten und Ausgangsposition
5.5 Unwahrscheinliche Trendbruchrisiken
5.6 Unterschiede zwischen den Einschätzungen von Werkzeugmaschinen-Herstellern und -Anwendern
5.7 Fazit und Ausblick
6 Szenario-Erstellung mit der Online-Wissensbasis
6.1 Inhalte der Wissensbasis
6.2 Nutzung der Wissensbasis in einem Szenario-Projekt
6.3 Leitfaden zur Nutzung der Online-Wissensbasis
6.3.1 Startseite der Wissensbasis und Anmeldung
6.3.2 Bereiche der Wissensbasis
6.3.3 Szenariofeld-Analyse – Bestimmung von Schlüsselfaktoren mit Hilfe
der Wissensbasis
6.3.4 Szenario-Prognostik – Zukunftsprojektionen in der Wissensbasis
bearbeiten und erstellen
6.3 Szenario-Bildung .6
6.4 Erfahrungen mit der Online-Wissensbasis
6 Weiterführung: Das Internet-Portal innovations-wissen.de
7 Kombination von Szenarien und Delphi-Methodik: Potenziale und zukünftige Herausforderungen
7.1 Stärken und Schwächen der Delphi-Befragung
7.2 Stärken und Schwächen der Szenariotechnik
7.3 Kopplungsmöglichkeiten der Methoden
7.4 Szenario-Delphi-Kombination im Projekt WZM0XX
7.5 Möglichkeiten einer Delphi-Szenario-Kombination: Das Beispiel ManVis
7.6 Fazit und Ausblick zu den Möglichkeiten der Kombination von Szenarien und Delphi


Autor: Jürgen Gausemeier, Steffen Kinkel

152 Seiten
Erschienen: 2008