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Planung der Produkte und Fertigungssysteme

für die Märkte von morgen
Fertigung Strategie

Geleitwort des Projektträgers Deutschland befindet sich seit einigen Jahren in einem tiefgreifenden Wandel von der produktionsgeprägten Industriegesellschaft zu einer stark globalisierten Informations- und Dienstleistungsgesellschaft. Der Anteil des verarbeitenden Gewerbes an der volkswirtschaftlichen Wertschöpfung geht zurück, auf der anderen Seite wird der Anteil der eng mit diesem Sektor verbundenen produkt- und produktionsnahen Dienstleistungen immer größer-beide Bereiche zusammen machen rund zwei Drittel der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung aus. Daher gilt es, die Wettbewerbsfähigkeit des produktionstechnischen Sektors in Deutschland zu stärken und zu erhalten. Welche Produkte muss ein Unternehmen künftig herstellen, um am Markt be- stehen zu können?  Welche ergänzenden oder unmittelbar mit dem Produkt verbundenen Dienstleistungen müssen angeboten werden, um sich gegen wachsende globale Konkurrenz behaupten zu können? Welches sind die richtigen Prozesse, um weiterhin am Standort Deutschland erfolgreich produzieren zu können? Zur Beantwortung solcher Fragen müssen Risiken rechtzeitig erkannt und sich eröffnende Chancen frühzeitig identifiziert und genutzt werden. Dies erfordert eine zyklisch aktualisierte strategische Produkt- und Prozessplanung. Vielen Unternehmen, insbesondere kleinen und mittleren (KMU), fällt es schwer, ihre Produkte und Prozesse für die Zukunft vorauszuplanen, obwohl es eine Reihe von hierzu geeigneten Methoden gibt. Unsicherheiten über Aufwand und Nutzen des Methodeneinsatzes, die Komplexität vieler vorhandener Methoden, fehlende Werk- zeuge zur Methodenunterstützung sind einige der Gründe, die dazu führen, dass das Potenzial eines systematischen Methodeneinsatzes häufig nicht genutzt wird. Ziel des Verbundprojekts "Strategische Produkt- und Prozessplanung (SPP)" war es, Instrumentarien (Leitfäden, Methoden, Werkzeuge, Hilfsmittel) zur Verfügung zu stellen, die an die Bedürfnisse von KMU, insbesondere des Maschinen- und Anlagenbaus, angepasst sind und ihnen die Durchführung dieser strategischen Planungsaufgabe erleichtern. Das Verbundprojekt wurde innerhalb des Rahmenkonzepts "Forschung für die Produktion von morgen" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und vom Forschungszentrum Karlsruhe, Projektträger des BMBF für Produktion und Fertigungstechnologien, betreut. In dreijähriger Forschungsarbeit wurden gemeinsam von vier Forschungsinstituten, einem Software- und Beratungshaus und sechs Anwenderunternehmen mit Beteiligung des VDMA beispielhaft Lösungen erarbeitet und so weit verallgemeinert, dass sie in einer Vielzahl von Unternehmen nutzbringend angewendet werden können. Über diesen Zeitraum entstand eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Partnern, die sogar zu ergänzenden, über das Projekt hinausreichenden, gemeinsamen Aktivitäten einiger Partner führte. Den hohen Stellenwert des Projekts für die beteiligten Unternehmen unterstreicht die persönlliche Mitarbeit von Geschäftsführern und Gesellschaftern.

Leitfaden Herausgeber:
Prof.Jürgen Gausemeier, Prof. Udo Lindemann, Prof.Günther Schuh



Autor: Prof. J. Gausemeier

224 Seiten
Erschienen: 2004